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Impulse in der Weihnachtszeit

Impulse in der Weihnachtszeit
Impulse in der Weihnachtszeit

Ich mache das Licht und ich mache die Dunkelheit

„Ich allein bin Gott, ich, der Herr, und sonst keiner. Ich mache das Licht und ich mache die Dunkelheit; Glück wie Unglück kommen von mir. Ich, der Herr, bin es, der dies alles vollbringt. Öffne dich, Himmel! Sende Rettung auf die Erde herab wie Regen! Die Erde lasse Heil und Frieden aufsprießen! Dies bewirke ich, der Herr, der Schöpfer.“ (Jes 45,6b-8)

Selbst in sehr alten biblischen Texten fragen sich die Menschen, warum es Unglück und anderes Unheil gibt. Geht es um böse Taten von Menschen kann man sich noch damit helfen, zu sagen, dass Gott keine Puppen wollte, sondern Wesen, die sich aus freiem Willen für das Gute entscheiden können.

Aber was ist mit Naturkatastrophen, Epidemien und unverschuldeten Unfällen? Natürlich können wir sie auch zu einem Teil auf menschliches Eingreifen, wie Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung zurückführen, also den falschen Umgang der Menschen mit Gottes Schöpfung. Aber es erklärt nur einen Teil. Manche erklären auch dies, mit der Freiheit der Schöpfung, die sich dann eben auch weniger gut entwickeln kann.

Tröstlich sind die Erklärungen nur bedingt für jemanden, der Unglück erfährt. Tröstlicher sind da mehr die biblischen Zeugnisse, die trotz allem Unheil an Gott festhalten, so wie Ijob oder Elisabeth und Zaccharias in ihrer Kinderlosigkeit oder Jesus am Kreuz. Auch die Psalmen sprechen von der Gewissheit, dass Unglück und Not nie das Ende sind, sondern die Güte Gottes siegt. Die biblischen Texte machen Mut, dass nach der Dunkelheit das Licht Gottes kommt, weil die Dunkleheit dadurch entsteht, dass bei der Erschaffung des Lichts auch Dunkelheit entsteht. Wer könnte Licht erkennen, wenn es keine Dunkelheit gäbe?

Neben der Gewissheit des biblischen Beters „Herr, du wirst alles für mich tun, deine Liebe hört niemals auf! Vollende, was du angefangen hast!“ (Ps 138,8) bleibt immer auch der Aufruf an uns Christen, alles zu tun, damit das Gute Gottes sich durchsetzen kann. Deshalb warten wir jedes Jahr im Advent auf das Licht Gottes. Dieses Jahr vielleicht ganz besonders. Deshalb ist es noch gut eine Woche, die wir überlegen können, welche gute Taten wir Gott, seinen Menschen und seiner Schöpfung noch schuldig sind, damit das „Heil der Welt“ Weihnachten unter den Menschen ankommen kann.

 

Ursula Dörner-Bramer
Pastoralreferentin
Hubertusstrasse 835619Braunfels
Tel.:06442 953530

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