Kategorien &
Plattformen

Impulse in der Weihnachtszeit

Impulse in der Weihnachtszeit
Impulse in der Weihnachtszeit

Als kleines Kind war in mir die Vorstellung vom dem Christkind, das an Heilig Abend höchstpersönlich die Geschenke bringt, sehr lebendig! Wer sonst als das Christkind schaffte es schon, die vielen bunten Päckchen und Teller mit Süßigkeiten durch die geschlossenen Fenster und Türen zu schleppen und alles so ordentlich sortiert zu platzieren? Und für jeden von unserer zwölfköpfigen Familie war etwas dabei – etwas ganz Persönliches!

Irgendwann am Ende eines Zweiten Weihnachttages, meine Oma war gerade aufgebrochen, nahm mich meine Mutter beiseite. Sie klärte mich auf, was es mit dem Christkind auf sich hat. Noch heute kann ich mich an das Gefühl der Enttäuschung erinnern. Das Christkind, dem ich alles zutraute, war schlicht und einfach wie weggefegt. Und zugleich ahnte ich: Jetzt bin ich nicht mehr das Kleinkind, das an „Märchen glaubt“.

Gleichwohl verlor mit dem „Tod des Christkindes“ das „Wunder von Bethlehem“ nicht seine Herausforderung. Ich denke jetzt an eine kleine Szene, die sich vermutlich vor 50 Jahren abspielte: Es war kurz vor Weihnachten. Ich suchte meine Mutter und fand sie im Schlafzimmer. Dort hantierte sie vor dem Spiegelschrank mit Geldscheinen, was ich sehr selten erlebte. Von sich aus, als wollte sie sich rechtfertigen, meinte sie zu mir: „Zu Weihnachten schenkt Gott uns seinen Sohn. Deshalb beschenken wir Menschen uns gegenseitig. Die Armen dürfen wir aber nicht vergessen. Papa und ich spenden immer 10% des Geldes, welches wir für die Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das Geld geht an Adveniat. Du kennest das Sprichwort: Geben ist seliger denn nehmen.“

Sich an Weihnachten dankbar zu erinnern, wie reichhaltig wir zumeist beschenkt sind und immer wieder werden, finde ich hilfreich. An Weihnachten teilt Gott mit uns Menschen seinen Sohn Jesus, der das Gute, Liebe- und Friedvolle zu leben wusste – uns zum Vorbild und zur freien Nachahmung. Auf dem Hintergrund finde ich die Praxis des Teilens mit den Armen, wie meine Eltern sie lebten, gut: 10% der Ausgaben für Weihnachtsgeschenke zu spenden. Bedürftige Menschen in Lateinamerika wird es freuen, wenn sie auch am diesjährigen Corona-Weihnachtsfest eine Hilfe zum Überleben erhalten. Die Adveniat-Kollekte wird an Heilig Abend und an Weihnachten in unseren Kirchen abgehalten. Ich mache mit, wenn es erneut heißt: „Geben ist seliger als nehmen.“ (Apostelgeschichte 20,35).

Richard Ackva
Pastoralreferent in St. Josef, Schwalbach
Auf dem Kies 1435641Schöffengrund
Tel.:06442-95353-26

Cookie Einstellungen

Statistik-Cookies dienen der Anaylse, indem Informationen anonymisiert gesammelt werden.

Anbieter:

Google Ireland Limited

Datenschutz

Bistum Limburg

Datenschutz