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Wort des Pfarrers

Wort des Pfarrers
Wort des Pfarrers

Liebe Mitglieder unserer Pfarrei,

 

auch in der Kar- und Osterwoche bleibt die St. Anna Kirche für Sie zum persönlichen Gebet bis 18.00 Uhr geöffnet.

In der Karwoche besteht noch die Möglichkeit, die am Palmsonntag gesegneten Palmzweige oder jungen Zweige aus der Kirche St. Anna mitzunehmen, solange der Vorrat reicht. Die Zweige erinnern uns an den Einzug Jesu auf einem Esel nach Jerusalem, bei der er mit Palmzweigen von vielen Menschen freudig begrüßt wurde, bevor er dann seinen Leidensweg gehen musste.

 

Auch unsere „Aktion Hoffnungszeichen“ geht bis mindestens weißen Sonntag weiter: Wir können zwar in dieser Zeit nicht zusammen an einem Ort beten, aber wir können uns verabreden, zur gleichen Zeit zu beten und so möchte ich uns einladen, dass wir jeden Tag um 19.00 Uhr ein „Vater unser“ beten! Wenn wir Zeit haben, können wir dann noch ein „Gegrüßet seist Du, Maria“ hinzufügen oder wir sprechen das wundervolle Gebet, das uns unser Bischof Georg für die schwierige Zeit mit auf den Weg gegeben hat und das Raum lässt für unsere persönlichen Anliegen und Nöte und schließen es mit einem „Vater unser“ und „Gegrüßet seist du, Maria“ ab. Setzen wir so ein Zeichen der Hoffnung, der Verbundenheit untereinander und der Solidarität.

Die drei Tage von Gründonnerstag, über Karfreitag und Ostersonntag markieren für uns Christen die wichtigsten Tage für unseren Glauben. Wir gedenken des letzten Abendmahles Jesu, des Todes und seiner Auferweckung.

Am Karfreitag werde ich in der Kirche ein Gebet auslegen, welches uns das Bistum als Ergänzung der „Großen Fürbitten“ zum Beten an Karfreitag empfohlen hat.

Am Ostersonntag werden wir zum Zeichen der Osterfreude um 12.00 Uhr die Glocken läuten.

In der gesamten Kar- und Osterwoche werden auch weiterhin die kleinen Osterkerzen in der Kirche zum Verkauf angeboten, die man zum persönlichen Gebet anzünden kann, oder die man an Verwandte oder Nachbarn verschenken kann, zum Zeichen der Verbundenheit.

Gott hat uns an den drei österlichen Tagen das Leben in Fülle erworben, er ist auch  in diesen schwierigen Zeiten mit uns auf dem Weg um uns dieses Leben zu schenken – dies sollten wir nie vergessen.

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Bleiben Sie gesund und geben Sie auf sich Acht.

Herzlichst Ihr

Pfarrer Werner Walczak

Liebe Mitglieder unserer Pfarrei,

„Die Lage ist ernst, bitte nehmen Sie sie ernst.“ So appellierte die Bundeskanzlerin am Abend des 18. März im Fernsehen an uns, die Bevölkerung ihres Landes.

Als Pfarrerstochter hat sie sich es sicher nicht vorgestellt, einmal daran appellieren zu müssen „soziale Kontakte“ zu unterlassen. Sie selber erwähnte ja, wie schwer es ihr fällt, die Bewegungsfreiheit der Bürger einzuschränken und das gesamte kulturelle Leben lahm zu legen, weil sie selber ja um Bewegungs- und Reisefreiheit in der DDR kämpfen musste.

Für uns als Kirche bedeutet die augenblickliche Situation eine große soziale und spirituelle Herausforderung. Wir können keinen Ostergottesdienst und keine Erstkommunion feiern und selbst bei Beerdigungen und Urnenbestattungen gibt es große Beschränkungen in der Teilnehmerzahl und die meisten Dörfer und Städte lassen Trauerfeiern nur noch im Freien stattfinden.

In unserer Kindertagesstätte St. Anna findet jetzt eine Notbetreuung von den Kindern statt, deren Eltern für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens von Bedeutung sind. Aber viele Eltern stehen noch immer vor einem nicht gelösten Problem, wie sie Betreuung ihrer Schul- oder Kitakinder sicherstellen sollen. Viele Geschäfte mussten schließen und das wirtschaftliche Leben erlahmt immer mehr. Wir erleben, dass viele Menschen Angst um ihren Arbeitsplatz oder ihren Betrieb haben. Gleichzeitig sind die Mitarbeiter/innen der Lebensmittelgeschäfte und Krankenhäuser und Ärzte völlig überlastet. Alte Menschen können in den Heimen nur noch eingeschränkt besucht werden. Gleichzeitig entstanden in den letzten Tagen und Wochen aber auch Corona–Hilfe-Netze, auch in ökumenischer Zusammenarbeit, um z.B. ältere Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

Als wir am Sonntag, den 15. März, die letzten Sonntags-Messen hatten, waren viele Menschen den Tränen nahe. Ich selber auch!

Bis mindestens zum 19. April, also bis zum weißen Sonntag einschließlich, müssen nun alle öffentlichen Gottesdienste im Bistum Limburg ausfallen.

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle aber noch einmal nahebringen, was ich auch in den letzten Gottesdiensten in unseren Kirchen gesagt habe: Egal was passiert, in Christus sind wir alle schon erlöst, ein für alle Mal, und zwar durch unsere Taufe und durch die Teilnahme am Mahl und den Empfang des Leibes Christi!

Dies gilt auch, wenn unsere Kommunionkinder jetzt noch etwas warten müssen, bis sie den Leib des Herrn empfangen können, denn die Taufe haben sie ja schon alle als Kinder empfangen.

Ich danke allen, die sich in diesen Tagen darum bemühen, dass das Leben weitergeht und der Zusammenhalt wächst, auch wenn wir jetzt körperliche Nähe meiden müssen.

Ostern ist ja das Fest des neuen, des ewigen Lebens, wofür die Osterkerze steht. Auch wenn wir jetzt keine Ostermesse feiern können, so möchte ich doch in den nächsten Tagen die kleinen Osterkerzen in unsere Kirche stellen und zum Verkauf anbieten. Wenn Sie sich so eine Kerze besorgen und sie anzünden, können Sie sich daran erinnern, dass Christus uns erlöst hat und mit uns ist, egal wie es uns gerade geht.

Gleichzeitig möchte ich einen Gedanken aufgreifen, den das Pastoralteam meiner Heimatpfarrei ins Leben gerufen hat und die jetzt schon weite Verbreitung gefunden hat: Wir können zwar in dieser Zeit nicht zusammen an einem Ort beten, aber wir können uns verabreden, zur gleichen Zeit zu beten und so möchte ich uns einladen, dass wir jeden Tag um 19.00 Uhr ein „Vater unser“ beten! Wenn wir Zeit haben, können wir dann noch ein „Gegrüßest seist Du, Maria“ hinzufügen oder wir sprechen das wundervolle Gebet, das uns unser Bischof Georg für die schwierige Zeit mit auf den Weg gegeben hat und das Raum lässt für unsere persönlichen Anliegen und Nöte und schließen es mit einem „Vater unser“ und „Gegrüßest seist du, Maria“ ab. Setzen wir so ein Zeichen der Hoffnung, der Verbundenheit untereinander und der Solidarität.. Gleichzeitig wollen wir auch um 19.00 Uhr unsere Glocken läuten und so ein Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit setzen.

Gott ist auch in diesen schwierigen Zeiten mit uns auf dem Weg.

Sein Sohn hat uns den Weg zum Leben in Fülle erschlossen. Niemand, auch kein Virus kann dies zunichtemachen! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen, auch im Namen unseres Pastoral- und Verwaltungsteams, sowie unserer Gremien ein gesegnetes Osterfest.