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St. Elisabeth, Friedenstr. 7, Solms - Burgsolms

St. Elisabeth, Friedenstr. 7, Solms - Burgsolms
St. Elisabeth, Friedenstr. 7, Solms - Burgsolms

St. Elisabeth Solms

Kirche und Gemeinde

Von Frühjahr bis Sommer 1946 kamen in unsere Region Braunfels - Burgsolms mit den umliegenden Gemeinden Bonbaden, Bermbach, Philipstein, Altenkirchen, Albshausen, Oberbiel, Niederbiel und Oberndorf eine große Zahl von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen.

Da diese Heimatvertriebenen zu ca. 90% katholisch waren und nur in Braunfels die kleine St. Anna Kirche vorhanden war, entstanden für den zuständigen Kaplan Josef Lücker in Braunfels und Umgebung große Probleme, in räumlicher wie in personeller Hinsicht. Nach dem Bau der neuen St. Anna Kirche in Braunfels plante man eine weitere Kirche, die in Burgsolms entstehen sollte. Pfarrvikar Lücker wies auf die zentrale Lage von Burgsolms hin, da der Kirchweg von den vier Ortschaften nach dort nur etwa eine halbe Stunde ausmachte. Ein Bauplatz nahe der Siedlung war auch schon vorhanden. Ein Jahr nach der Grundsteinlegung am 19.08.1956 benedizierte Domkapitular Hans Seidennather das Gotteshaus und konsekrierte den Hauptaltar zu Ehren der Heiligen Elisabeth von Thüringen.

Ein besonderer Blickfang in der Kirche ist die Pietà des aus Frankfurt stammenden Bildhauers Franz Bernhard aus dem Jahre 1958. Im gleichen Jahr wurden auch die drei Kirchenglocken eingeweiht. Eine weitere Zunahme der Gläubigen erfolgte dann in den 60er Jahren mit dem Zuzug der Italiener und Portugiesen und anderen Gastarbeitern, die die Region bereicherten, da auch sie überwiegend katholisch waren. In St. Elisabeth finden an jedem Sonntag Gottesdienste statt. Davon ausgehend hat sich mit den Jahren ein buntes Gemeindeleben entwickelt.

Patronat St. Elisabeth

Die vornehmlich von Heimatvertriebenen gegründete Gemeinde Solms wählte sich die Hl. Elisabeth von Thüringen (1207-1231) als Patronin. Das war aus drei Gründen, die damals angeführt wurden, naheliegend: Zum einen liegt Solms in unmittelbarer Nachbarschaft des Klosters Altenberg, in dem die Tochter Elisabeths, die Selige Getrud, begraben ist. Zum anderen stammte sie zwar aus Ungarn, war aber durch die Heirat mit dem Landgrafen von Thüringen mit dem mitteldeutschen Raum verbunden. Schließlich galt und gilt sie als eine Person, die dem Menschen gerade in einer materialistischen Zeit (wie es schon 1955 hieß) viel zu sagen habe.