Zuhören und Fasten
Papst Leo XIV. stellt das „Zuhören“ ins Zentrum der Fastenzeit
In seiner ersten Fastenbotschaft als Pontifex hat Papst Leo XIV. zu einer tiefgreifenden Umkehr aufgerufen, die über den klassischen Verzicht auf Nahrung hinausgeht. In dem an diesem Freitag veröffentlichten Dokument mit dem Titel „Zuhören und fasten“ fordert das Kirchenoberhaupt eine „Entwaffnung der Sprache“ und ein geschärftes Gehör für den „Schrei der Armen“.
Für den Papst beginnt der Weg der christlichen Umkehr nicht mit Aktionismus, sondern mit Stille. Das Zuhören sei das erste Anzeichen für den Wunsch, mit anderen in Beziehung zu treten. Leo XIV. zieht dabei eine Parallele zur biblischen Exoduserzählung: So wie Gott das Elend seines Volkes in Ägypten hörte, müsse auch die Kirche heute lernen, die Stimmen derer wahrzunehmen, die unter Ungerechtigkeit leiden.
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Aufruf gegen verbale Gewalt
Ein besonderer Akzent der Botschaft liegt auf der Kommunikation im digitalen und politischen Raum. Leo XIV. lädt zu einer „wenig geschätzten Form des Verzichts“ ein: dem Verzicht auf verletzende Worte.
„Beginnen wir damit, unsere Sprache zu entwaffnen, indem wir auf scharfe Worte, voreilige Urteile, schlechtes Reden über Abwesende (...) und Verleumdungen verzichten“, appelliert der Papst. Dieser Verzicht solle alle Lebensbereiche durchdringen – von der Familie über den Arbeitsplatz bis hin zu den sozialen Medien und politischen Debatten. Ziel sei es, dass „Worte des Hasses Worten der Hoffnung und des Friedens weichen“.
(vatican news)
Lesen Sie die Fastenbotschaft des Papstes in der PDF-Datei rechts nebenan bzw. untenstehend.